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Eine Kolumne mit Marc Reisner – zu Tisch mit …
Cornelia Habermann, Thema:

Gutscheine für Immobilienbewertung

21.04.2020, Kolumne, Lesezeit 3 min

Heute war ich mit Cornelia Habermann beim Lunch. Cornelia ist Anfang 40. Wir haben einmal fürs selbe Unternehmen gearbeitet und treffen uns bis heute gelegentlich zum Essen oder auf einen Kaffee. Wirklich viel Zeit hatten wir beide nicht, und ich hatte Appetit auf eine Currywurst. Also trafen wir uns an der Imbissbude.

„Endlich eine vernünftige Currywurst“, rief ich ihr entgegen, „da freue ich mich schon seit Tagen drauf.“ Ich nickte Hannes hinterm Tresen zu und bestellte „Eine Curry, scharf, mit Pommes. Und ein stilles Wasser“, schließlich wollte ich die Kalorienaufnahme nicht übertreiben. Dann merkte ich, dass ich mich bei Cornelia entschuldigen musste. Ich hatte sie weder richtig begrüßt, noch ihre Bestellung abgewartet. Als ich Abbitte leistete, lachte sie nur, und meinte, sie hätte schon eine dieser leckeren Frikadellen Hausmacher-Art geordert.

Wir stießen mit dem stillen Wasser an. „Was gibt’s Neues“; fragte ich, „du grinst so in Dich hinein…“ Cornelia schmunzelte jetzt deutlich sichtbar.

Ja, berichtete sie, ihre Mutter wolle ihre Eigentumswohnung verkaufen und mit drei Freunden in eine Alters-WG ziehen.

„Und das ist ein Grund zur Freude?“, wollte ich wissen. „Nein, aber ich bin jetzt auf der Suche nach einem Makler, und habe einen gefunden, der mir ein Superangebot gemacht hat.“ Was das denn für ein Angebot sei, fragte ich, meines Wissens lege der Immobilienfachmann seine Gebühr fest, und die werde - nach gesetzlichen Vorgaben - zwischen Käufer und Verkäufer geteilt. „Das stimmt auch in diesem Fall“, sagte Cornelia, „aber ich bekomme noch eine kostenlose Einwertung dazu.“ Sie habe in einer Zeitung einen Gutschein entdeckt, erzählte sie, und gleich angerufen. Und tatsächlich wolle der Makler vorbeikommen und sich die Wohnung anschauen und dann eine Preisschätzung abgeben.

Hannes stellte uns die Currywürste hin, und ich nahm einen Bissen, während ich überlegte, was ich zu Cornelias Schnäppchen sagen sollte. Ich aß noch ein paar Pommes, noch ein Stück Currywurst – und schwieg. „Hör mal“, fing ich schließlich an, „meinst du wirklich, dass das so ein tolles Angebot ist?“ Sie schaute mich fragend an. Ich fuhr fort: „Naja, wenn der Makler die Wohnung verkaufen will, muss er doch sowieso wissen, was er – beziehungsweise du – dafür verlangen kann.“ Cornelia runzelte die Stirn. Also müsse er das Objekt doch ohnehin besichtigen. Cornelia schaute mich nachdenklich an: „Du meinst, diese Makler bieten mir eine Leistung an, die sie ohnehin erbringen müssen, und stellen sie dann als Geschenk hin?“ So nähme ich das wahr, erwiderte ich. Und natürlich freue sich doch jeder über einen Gutschein oder einen Gratis-Service. Cornelia überlegte: „Verstehe, ich nehme den Gutschein als Anlass, bei einem bestimmten Makler anzurufen, müsste aber eigentlich einen Makler meines Vertrauens auswählen, der sowieso eine Bewertung vornimmt?!“

Ich nickte und überlegte, ob mir ein anderes Beispiel einfiele. „Ein Gebrauchtwagenhändler schaut sich doch dein Fahrzeug auch an, bevor er es kauft – und verlangt dann keine Bewertungsgebühr dafür“, sagte ich schließlich. „Zu Ende gedacht müsste ich ja dann auch meinen Besichtigungstermin im Autohaus irgendwie abrechnen“, dachte sie laut, „denn ich muss ja auch erst einmal schauen, ob mir der in Frage kommende Wagen auch den Preis wert ist, den der Händler verlangt.“ Nun, das sei vielleicht etwas zu forsch überlegt, wandte ich ein, aber grundsätzlich habe sie natürlich Recht.

Ich stippste meine letzten Pommes in die Curry-Sauce, die ausgesprochen lecker war. „Und?“, fragte ich dann, „wie wirst du jetzt mit der Wohnung deiner Mutter verfahren?“ Sie sah mich an. Ich hätte sie darauf aufmerksam gemacht, dass sie die Vergabe des Verkaufsauftrags vielleicht noch einmal überdenken solle. „Aber ich habe da ohnehin einen Makler im Auge – der hat nur ein paar hundert Meter von der Wohnung ein Büro“, sagte sie fröhlich, „und den frage ich als erstes, ob er mir nicht einen Gutschein für eine Gratis-Preisfindung geben kann.“ Und falls er das tue, würde sie gleich wieder gehen. Jetzt war es an mir zu schmunzeln.

Marc Reisner

Seinen ersten Job als Redakteur hatte Reisner beim damaligen Ring Deutscher Makler. Später arbeitete er unter anderem für Wirtschafts- und Finanzzeitschriften. Das Thema Immobilien lässt ihn dabei nicht los – als Altersvorsorge hält er sie für unverzichtbar.

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Immobilie verkaufen   Hauskauf   Altersvorsorge   Immobilienkonzepte   Neubau-Eigentumswohnung  

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